9. Emil Ludwigs Rezeption in Ägypten zwischen kultureller Differenz und Identitätsstiftung. Oder: Der interkulturelle Erinnerungsort „Emil Ludwig“, S. 95-111

Diaa Elnaggar 


Abstract


Emil Ludwig (1881 – 1948), in den 30. bis 50. er Jahren einer der literarischen Bestseller in Deutschland, gewann seine Berühmtheit vor allem durch seine belletristischen Biographien. Nach dem 2. Weltkrieg geriet er rasch in Vergessenheit und ist heute (vielleicht) fast nur noch dem germanistischen Fachpublikum bekannt. Anders ist es mit dem "Fall Emil Ludwig" in Ägypten, welcher sich in Ägypten im gleichen Zeitraum wie in Deutschland großer Beliebtheit genoss. Seine Werke, nicht nur die biographischen, wurden ins Arabische übersetzt und in der allgemeinen und Fachpresse kommentiert und nicht selten gelobt. Einige seiner Werke wurden sogar von verschiedenen Übersetzern ins Arabische übertragen. Sein Roman "Cleopatra" und seine Biographie Bismarck, erschienen in verschiedenen Übersetzungen. Im Beitrag soll die Rezeption Emil Ludwigs in Ägypten, sowohl eine produktive als auch eine reproduktive, näher untersucht werden. Dabei sollen u.a. folgende Fragen beantwortet werden: • Welche Faktoren sind und waren bei der Rezeption Emil Ludwig in Ägypten maßgebend? • Wie bewegte sich Emil Ludwig rezeptionsgeschichtlich in einer contact zone? • Inwieweit hat Emil Ludwig die Entstehung der modernen arabischen Biographie beeinflusst? • Wie lässt seine Rezeption das Bild eines toleranten Ägypten vermitteln? • Wie lebte seine Rezeption von kultureller Differenz und Identitätsstiftung? • Warum wird Emil Ludwig heutzutage neu entdeckt?


Other data

Issue Date 2015
Publisher KGS Cairo University 2015/ 2016
URI http://research.asu.edu.eg/123456789/483


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